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| Schloss Martinsburg Reiseführer für
Westerwald & Umgebung
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| Das Schloss Martinsburg, kurz auch
Martinsburg genannt, ist eine Schlossanlage in Lahnstein. Sie wurde 1298 als Zollburg der
Erzbischöfe von Mainz errichtet und trug ursprünglich den Namen Burg Lahnstein. Der
Mainzer Erzbischof erbaute neben der Stadtmauer in Lahnstein gleichzeitig auch diese Anlage,
die eine der wenigen unzerstörten Burgen am Mittelrhein ist. Die Martinsburg wurde am
Ende des 13. Jahrhunderts als Stützpunkt zur Wahrnehmung der Mainzer Zollrechte
errichtet. Seit 1292 hatte sich das Mainzer Kurfürsten- und Erzbistum mit Erlaubnis des
Königs Adolf von Nassau Anteile am Bopparder Reichszoll gesichert. Da sich die
kurmainzische Burg Lahneck in einiger Entfernung
vom Rhein auf einer Anhöhe erhob, wurde unmittelbar am Rhein ein festes Gebäude
errichtet, das die Zollerhebung sichern sollte. |

Schloss Arenfels
Quelle:de.wikipedia.org |
Wahrscheinlich stand an diesem Platz zur Überwachung der Schifffahrt
schon in der Mitte des 13. Jahrhunderts ein befestigter Bau, der 1244 urkundlich erwähnt
wurde. Die ältesten Teile des Schlosses bilden ein rechteckiger Wohnturm, der mit zwei
Ecktürmen versehen ist, sowie die Fundamente des sechseckigen Hauptturms im Süden der
Anlage. Der sich an dieser Stelle heute erhebende 28 Meter hohe Bergfried wurde um 1400
erbaut und besitzt einen sich anschließenden Treppen- und Abortturm.
Im Zusammenhang mit der Erbauung der Stadtmauer von Oberlahnstein nach 1324 wurde auch die
Martinsburg erweitert. Sie bildete den südwestlichen Eckpunkt der Stadtbefestigung. Zur
Stadt hin wurde die Niederungsburg mit einem Wassergraben und einem festen Tor gesichert,
an dem noch heute ein Gusserker sichtbar ist. Aus derartigen über das Burgtor
herausragenden Bauteilen konnten Angreifer mit heißem Pech oder Öl begossen werden. Die
Befestigung zur Stadt hin war notwendig, da diese von Feinden erobert werden konnte und
die Burg dann letzter Zufluchtsort für die Mainzer Amtleute blieb. Aber auch eine
Erhebung der Stadtbevölkerung gegen ihre bischöflich-kurfürstlichen Herren war nicht
unbedingt ausgeschlossen. Als Stadtburg des wirtschaftlich aufstrebenden Oberlahnsteins
beherbergte sie den Zollschreiber und das Zollpersonal, Pförtner und Turmwächter sowie
weiteres Hilfspersonal.
Die Wasserburg wurde nie zerstört, doch bis zum Ende ihrer Zugehörigkeit zu Kurmainz im
Jahre 1803 durch An- und Umbauten verändert. So wurde bereits im 14. Jahrhundert der
Nordwestflügel hinzugefügt, dem 1497 der heutige Südostflügel folgte. In den Jahren
1719 bis 1721 wurde dann die seinerzeit noch bestehende, rheinseitig gelegene Lücke
zwischen mittelalterlichem Wohnturm und Bergfried durch einen dreistöckigen Mittelbau im
Stil des Barock geschlossen.
Als gelegentliche Nebenresidenz der Mainzer Kurfürsten konnte Schloss Martinsburg die Burg Lahneck
seit dem Ausgang des Mittelalters in der Bedeutung weit hinter sich zurücklassen. |
| Veranstaltungtipps Highlights |
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für den Westerwald und seine Umgebung |
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| Öffnungszeiten & Infos |
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| Sie befindet sich heute in Privatbesitz und beherbergt neben Wohnungen
und Büros ein Fastnachtsmuseum sowie eine Münzprägeanstalt. |
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| Sehenswürdigkeiten in Lahnstein und in der
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